Ivette (17): Scheidung der Eltern, Lehrabbruch, schwanger – was nun?

Die Jugendzeit von Ivette ist vom Streit ihrer Eltern und von deren Scheidung geprägt. Ihr Verhältnis zu ihnen ist voller Konflikte. In all dem Chaos klappt es auch mit der Ausbildung nicht: Sie bricht ihre Lehre ab. Und dann wird sie auch noch schwanger! In ihrem Leben scheint alles schief zu laufen. Was nun?

Glücklich dank Hilfe in schwieriger Schwangerschaft

Dank der Unterstützung durch die SHMK ist Ivette eine glückliche Mutter. (Symbolbild)

Sofort denkt sie an Abtreibung. Sie will aber auch über alles einmal sprechen. Im Internet findet sie die SHMK und nimmt Kontakt mit der Notrufzentrale auf.

 

Eine verzwickte Lage

In zahlreichen Gesprächen lässt sich die Beraterin in Ivettes komplizierte Situation einführen: Sie ist in der siebten Woche schwanger. Ihr Freund, der Kindsvater, steht noch in der Ausbildung. Nach der Scheidung hat sie bei ihrer Mutter gelebt. Da dort ständig ein Klima des Streits herrschte, ist sie zu den Eltern ihres Freundes gezogen, gegen den Willen ihrer Mutter und auch ihres Vaters. Deshalb leisten diese ihr keine finanzielle Unterstützung mehr, was Ivette sehr belastet.

Das Kind würde sie schon behalten, wenn sie könnte. Sie sieht es aber als Hindernis für Ausbildung und Stellenbewerbung. Sowohl von ihrem Vater als auch ihrer Mutter bekommt sie zu hören, sie sei zu jung für ein eigenes Kind, sie solle abtreiben.

 

Voller Einsatz der Beraterin

Ivette ist froh, als ihr die Beraterin vorschlägt, die Unterhaltsfrage abzuklären. Darauf recherchiert die Beraterin, kontaktiert behördliche Stellen und trifft Abklärungen bei einer Rechtsanwältin. Das Fazit: Die Eltern sind in dieser Situation nicht unterhaltspflichtig. Ivette ist niedergeschlagen. Die Beraterin macht ihr Mut und bietet ihr an, zwischen ihren Eltern und den Eltern ihres Freundes zu vermitteln, um eine Lösung für den Unterhalt zu finden. Ivette ist einverstanden. Trotz intensivster Bemühungen bleiben konkrete Lösungen aber aus. Ivette wird immer mutloser.

Die Beraterin steht ihr aber bei und legt ihr dar, wie ihre Probleme mit dem Unterhalt, der Wohnsituation und der Ausbildung lösbar sind, auch wenn sie Mutter ist, und welche Hilfe sie von der SHMK erwarten darf. Und für die unmittelbare Zukunft bietet sie ihr monatliche finanzielle Unterstützung an – wegen der ausweglosen Lage ausnahmsweise schon in der Zeit der Schwangerschaft.

Der wochenlange Einsatz der Beraterin bei Abklärungen und Vermittlungen hat das Vertrauen Ivettes in die SHMK steigen lassen. Sie nimmt darum diese Hilfe an und entscheidet sich für ihr Kind.

 

Freude und Entspannung

Nach diesem Entscheid fällt Ivette ein riesiger Stein vom Herzen. Sie sei froh, teilt sie der Beraterin mit, sich für ihr Baby entschieden zu haben: «Ich freue mich jetzt richtig auf mein Kind», sagt sie, und fügt hinzu: «Ohne Ihre Beratung und Hilfe hätte ich es nicht geschafft, mein Kind zu behalten. »

Zusätzlich zur finanziellen Hilfe bekommt Ivette von der SHMK Unterstützung bei der Anschaffung der Babyausstattung und der Suche nach einer neuen Ausbildungsstelle.

Glücklicherweise verbessert sich der Kontakt Ivettes zur Mutter. Auch die Beziehung zum Vater beruhigt sich. Und zu guter Letzt hat sich auch die Aussicht auf eine neue Ausbildung nach der Mutterschaftspause eröffnet.

Ivette bringt schliesslich einen gesunden Buben zur Welt. «Wir sind überglücklich», schreibt die junge Mutter in ihrer Geburtsanzeige an die Beraterin.

Ivette hat zwar noch manche Herausforderung zu bestehen, doch ist sie dafür als glückliche Mutter deutlich besser gerüstet als in ihrer Niedergeschlagenheit einige Monate zuvor, zumal sie auch weiss, dass sie und ihr Baby immer auf die SHMK zählen können.