Mutter von Kind mit nur einem Arm und ohne Beine erneut schwanger

Gina hat bereits zwei Kinder. Das erste, ein Sohn, kam nur mit einem Arm und ohne Beine zur Welt. Ein riesiger Schock! Das zweite, eine Tochter, leidet an ADHS und bekommt Ritalin. Und jetzt stellt Gina fest, dass sie wieder schwanger ist und gerät in Panik. Sie ist am Ende ihrer Kräfte und kann nicht noch einmal. Mit der Ärztin bespricht sie die Abtreibung. Die Schwiegereltern machen ebenfalls Druck dazu. Nur die SHMK macht ihr Mut und verspricht Hilfe.

Gina schafft es.

Mit der grosszügigen Hilfe der SHMK kann Gina, dreifache Mutter, ihre Aufgabe erfüllen. (Symbolbild)

Gina ist seit Jahren alleinerziehende Mutter. Mit knappen Mitteln vom Sozialdienst schlägt sie sich mit ihren Kindern durch. Sie ist tüchtig und hat ihre Situation in den Griff gebracht, als sie eine neue Beziehung wagt. Sie und ihr neuer Partner gehen nach seiner Tumorerkrankung davon aus, dass er zeugungsunfähig ist.
Eines Tages, Gina ist bereits Mitte Dreissig, erfährt sie bei einem Arztbesuch, dass sie schwanger ist. Sie ist völlig ausser sich. Gleich bespricht sie mit der Ärztin die Abtreibung.

 

Vater fürs Kind, Mutter dagegen

Er sei für das Kind, erwidert ihr Freund mutig auf die Nachricht. Solchen Mut hat Gina nicht. Sie muss sofort mit jemandem sprechen, der mit extremen Lebenslagen Erfahrung hat. Sie findet die Gratisnummer der SHMK, ruft an und kann einer Beraterin von ihrem leidvollen Leben berichten.

Die Zeit nach der Geburt ihres Sohnes erlebte sie als völligen Horror. Darum war die zweite Schwangerschaft eine einzige Angsterfahrung. Das will sie nicht noch einmal durchstehen. Was die Kinderbetreuung betrifft, sei sie jetzt schon am Limit. Sie lebe in bescheidensten Verhältnissen. Und da Adoption für sie keine Option sei, gebe es nur die Abtreibung, da sei sie sich sehr sicher.

 

Beratung und Klärung

Die Beraterin hört fürs Erste vor allem einmal zu. Es wird ihr sofort klar, dass Gina Angst hat, die negativen Erfahrungen könnten sich wiederholen. Doch die Beraterin empfiehlt ihr, positiv zu denken. Sie sei stark und habe schon so viel für ihre Kinder geleistet. Sie soll sich etwas zutrauen, dann könne sie auch ihre Schwangerschaft neu einschätzen. Finanzielle Nöte seien ohnehin kein Grund für eine Abtreibung. Die SHMK leiste auch in dieser Hinsicht jede nötige Hilfe.

Es folgen mehr als 20 Gespräche und Begegnungen. Gina fühlt sich dadurch wieder sicherer und vor allem gestärkt, wie sie selber äussert. In der Tat findet sie schliesslich den Mut, Ja zum Baby zu sagen.

 

Mutter fürs Kind, Vater dagegen

Als das Paar darauf den Nachwuchs den Eltern ihres Partners ankündigt, reagieren diese negativ. Vater werden sei nichts für ihren gesundheitlich angeschlagenen Sohn, kritisieren sie. Für Gina besonders schlimm: Ihr Freund nimmt diese Meinung an! Im Vertrauen auf die Hilfszusage der SHMK bleibt sie aber bei ihrem Ja zum Kind und versucht nun, ihren Freund wieder dafür zu gewinnen.

 

Baby verändert die Herzen

Es vergehen die Monate. Abtreibung ist inzwischen kein Thema mehr. Die SHMK hilft Gina bei den Geburtsvorbereitungen. Dann ist es soweit: Ein gesunder Bub kommt auf die Welt! Gina ist überglücklich. Der Beraterin teilt sie mit: «Dass die SHMK immer für mich da war, hat mir Halt und Zuversicht gegeben, mich für mein Baby zu entscheiden.»

Ohne monatliche Lebensmittelgutscheine und Babyausrüstung von der SHMK wäre der Start ins neue Mutterleben für Gina schwierig. Doch mit dieser Hilfe kann die dreifache Mutter ihrer Aufgabe gerecht werden.

Ginas Partner stellt sich erneut positiv zum Kind und findet den Mut, zu seiner Verantwortung zu stehen. Und seine Eltern sind beim Anblick des kleinen Bübchens so gerührt, dass sie sich bei Gina für ihre ablehnende Haltung aufrichtig entschuldigen.

Am meisten freut sich Gina über ihren pflegeleichten Jungen. Nach all den schlimmen Erfahrungen kann sie endlich wieder richtige Freude erleben. Besonders froh ist sie auch, dass sie nicht abgetrieben hat.