Abby Johnson - ihr Einsatz für das Leben

Die Leiterin einer Klinik, die Abtreibungen durchführte, kündigt und wechselt die Seite.

Acht Jahre lang hatte sie bei der Organisation Planned Parenthood (USA) gearbeitet, davon zwei Jahre als Leiterin der Planned-Parenthood-Klinik, die Abtreibungen durchführte, in Bryan, Texas, bis sie am 26. September 2009 während einer Abtreibung die Ultraschallsonde halten musste, welche die Abtreibung sichtbar machte. Was sie dann mit eigenen Augen sah, schockierte sie derart, dass sie wusste: «Nie mehr, nie mehr!» Und das, obwohl sie ihre ersten zwei Kinder durch eine Abtreibung verloren hatte.

Abby Johnson, ehemalige Leiterin des "Bryan Health Center – Abortion Services" in Texas, USA, setzt sich heute gegen Abtreibungen ein

Abby Johnson, Insiderin von Planned Parenthood, zeigt in ihrem neu erschienenen Buch "unPLANNED" auf, wie sie als Mitarbeiterin und später als Leiterin der Klinik dazu angehalten wurde, Frauen zur Abtreibung zu raten, damit der Organisation mehr Geld zufliesse. Abtreibungen – möglichst viele in möglichst kurzer Zeit, und ausserdem noch möglichst viele mit der Pille für eine Abtreibung.
Dabei meinte es Abby Johnson mit ihrem Einsatz in der Planned-Parenthood-Klinik eigentlich gut: Man sagte ihr beim Eintritt, es gehe darum, die Zahl der Abtreibungen zu reduzieren und Frauen in Not zu helfen. Sie war damals jung und naiv, doch mit der Zeit merkte sie, dass das Gegenteil der Fall war.
Die ehemalige Leiterin der Klinik für Abtreibungen war auch fest davon überzeugt, dass das Baby bei der Abtreibung nichts fühle und bestätigte dies allen Frauen, die sie beraten hatte. Bis zu dem Tag, an dem sie die brutale Wahrheit erfuhr...

Ultraschall bei der Abtreibung


Als ein neuer Arzt die Abtreibung per Ultraschall aufnehmen wollte, brauchte er Unterstützung, und weil gerade niemand da war, sprang Abby Johnson ein. Abtreibung mit Ultraschallaufnahme war eine Ausnahme. Glück im Unglück für Abby Johnson.
Als sie sah, wie sich das 13-wöchige Baby verzweifelt gegen das Absauggerät, das bei einer Abtreibung eingesetzt wird, wehrte und mit seinen Füsschen kickte, verspürte sie den plötzlichen Wunsch zu schreien: Stopp! Doch gleich darauf wurde das Kind in Stücke zerrissen. Abby Johnson war so schockiert, dass ihr die Ultraschallsonde aus den Händen fiel.

Die Wende

Sie konnte es nicht glauben. Wie ein Blitz ging es ihr durch den Kopf. Sie hielt ihre Hand auf den Bauch der Frau und wusste: Hier war vorher ein Menschenleben, jetzt war es ausgelöscht. Sie dachte instinktiv an all die Frauen, die sie in den letzten Jahren angelogen hatte mit der Aussage, das Kind fühle bei der Abtreibung nichts. Während dieses Ereignisses fand eine 40-tägige Kampagne gegen Abtreibungen statt, wo man für alle jene Menschen betete, die in Kliniken für Abtreibungen arbeiteten, damit ihnen die Augen geöffnet würden. Bei Abby Johnson schlug es radikal ein. Sie wurde von einem Saulus zu einem Paulus.

Verbot, den Ultraschall zu zeigen


Abby Johnson spricht in ihrem Buch und neu als Lebensschützerin harte Worte. Das grosse Geld von Planned Parenthood stammt von den Abtreibungen. Als es mit den Finanzen haperte, war die Weisung: mehr Abtreibungen durchführen.
In Kliniken für Abtreibungen ist es darum verboten, Frauen, die eine Abtreibung wollen, das Kind im Ultraschall zu zeigen, oder die Herztöne hören zu lassen. "Denn 8 von 10 Frauen würden sonst keine Abtreibung mehr machen lassen", sagt Abby Johnson; die Einnahmen wären demzufolge weniger hoch. Johnson spricht Klartext: "Wir können die Abtreibung nur mit der Wahrheit bekämpfen."
Heute bekennt sie: "Ich dachte damals, ich sei in dieser Arbeit glücklich, aber ich befand mich dauernd in der Defensive." Und zu den Mitarbeitern von Planned Parenthood sagt sie heute: "Du musst nicht mehr in dieser beschämenden Umgebung arbeiten. Du kannst auf jene Seite des Zaunes kommen, wo Mitleid, Liebe und Heilung herrscht. Wir möchten dir helfen, das zu finden – diesen Frieden und diese Freude."