Alessia weiss nicht, wer der Vater des Kindes ist!

Alessia will unabhängig und selbstbestimmt leben. Darum will die 28-Jährige beruflich vorwärts kommen. Nun hat sie eine bessere Anstellung gefunden. Schon bald kann sie ihre neue Stelle antreten. Es erwartet sie eine mehrmonatige Probezeit. Dann bemerkt sie mit Schrecken, dass sie schwanger ist. Ausgerechnet jetzt! Und wer ist der Vater des Kindes?

Mit Hilfe Kind gerettet.

Alessia: «Es ist so schön, dass meine Tochter da ist!»

Alessia hat sich vor kurzem von ihrem Freund getrennt und hat dann einen anderen Mann kennengelernt. Sie hatte mit beiden Umgang und weiss nicht, wer der Vater des Kindes ist.

Alessia will mit jemandem über ihre verworrene Lage sprechen. Sie findet im Internet die SHMK und ruft an. Eine Beraterin erfährt von ihren Ängsten: Angst, die neue Stelle zu verlieren, Angst, ihre Selbständigkeit nicht leben zu können, Angst vor der Reaktion der möglichen Kindsväter.

Die Schwangere spricht mit der Beraterin über Abtreibung. Denn sie überlegt sich, durch einen solchen Eingriff den Folgen der Schwangerschaft auszuweichen. Die Beraterin gibt ihr zu bedenken, dass auch eine Abtreibung Folgen hat. Im Verlauf des langen Gesprächs entwickelt Alessia – trotz aller Schwierigkeiten – Zweifel an der scheinbar einfachen «Lösung».

 

Der Sturm

Kurze Zeit später ruft die Beraterin Alessia an und erfährt, dass diese die beiden möglichen Kindsväter informiert hat. Beide hätten ungestüm reagiert. Der eine dränge darauf, sie solle sofort die Abtreibungspille schlucken. Der andere, ihr Ex-Freund, wolle sie unbedingt treffen, um sie zur Abtreibung zu überreden.

Was Alessia bis anhin von einer Abtreibung zurückgehalten hat, droht diesen Attacken zu erliegen. Auch weil in ihrem Freundeskreis, wie sie sagt, Abtreibungen normal seien: Alle hätten bereits ein bis zwei Mal abgetrieben!

Die Beraterin will der Schwangeren helfen, ihren eigenen Gefühlen mehr Raum zu geben und Ja zu sich selbst zu sagen. Auf ihr Herz komme es an und sie soll an die Liebe zum Kind denken, erklärt sie ihr. Sie ermutigt sie, nicht auf die möglichen Väter zu hören und sich von ihren egoistischen Einschüchterungsversuchen zu befreien.

Die junge Frau spricht über ihre Lebenspläne. Die Beraterin erwähnt, dass auch das Baby Lebenspläne habe und sie sogar lieben werde und ihr später helfen könne. Und Alessia meint dazu, dass die Beraterin wohl recht habe.

 

Das Ja zum Kind bringt Glück

Nach diesem intensiven Austausch mit der Beraterin und im Wissen um die Hilfe der SHMK zieht sich Alessia für eine Woche zurück. In dieser Zeit findet sie sich selbst und den Mut, ihre Gefühle für ihr Kind zuzulassen. Sie teilt der Beraterin mit, sie habe sich für ihr Kind entschieden. Immer noch drängten zwar die beiden potentiellen Väter zur Abtreibung, doch sie halte beide auf Distanz.

Ein Gen-Test weist schliesslich den Ex-Freund als Vater aus. Im Verlaufe der Zeit macht dieser eine Kehrtwende. Er kümmert sich um Vaterschaftsanerkennung und mögliche Kinderkrippen. Alessia tritt wie geplant ihre neue Stelle an und besteht die Probezeit. Auch kann sie vorläufig diese Arbeit behalten.

Als es auf die Geburt zugeht, freut sich Alessia richtig auf ihr Kind. Sie will zur SHMK kommen, was leider nicht klappt: «Schade, dass ich wegen Corona auch nicht zu Ihnen kann. Ich hätte Sie so gerne getroffen, denn Sie haben mir sehr geholfen!» Schon kurz nach der Geburt schreibt sie der Beraterin: «Ich bin sehr überwältigt von der Geburt und der Kleinen. Ich werde ihr definitiv von Euch erzählen!»

Auch der Kindsvater hat Freude an seiner Tochter. Die SHMK steht Alessia und ihrem Baby zur Seite, bis die Unterhaltsfrage abgeschlossen ist. Und das dürfte nicht mehr allzu lange dauern, denn, so schreibt die junge Mutter: «Es geht uns beiden gut und auch der Papa ist viel bei uns.»