Alte Liebe rostet nicht! – Oder doch?

Nach vielen Jahren trifft Frau R. (35) ihre grosse Jugendliebe wieder. «Was für ein Glücksfall!», geht es ihr durch den Kopf. Immer hat sie gehofft, noch eine Familie gründen zu können. Sie weiss, wegen ihres Alters hat sie dafür nicht mehr viel Zeit. Darum will sie diese Chance packen und nochmals eine Beziehung versuchen, wie ihr einstiger Freund auch.

Krise durch konkrete Hilfe gelöst.

Frau R. zur SHMK-Beraterin: «Ihre Unterstützung in allen Bereichen ist grossartig!»

Am Anfang sieht es für die beiden rosig aus. Erinnerungen an ihre einstige Beziehung stellen sich ein, alte Gefühle werden wach.

 

Enttäuschung und Schock

Aber je mehr Frau R. ihren einstigen Freund wieder kennenlernt, desto mehr stellt sie fest, dass er kaum der Mann fürs Leben sein kann. Zwischen ihr und ihm gibt es grosse Unterschiede in Dingen, bei denen für eine Familiengründung mehr Einigkeit vorhanden sein müsste. Sie beginnt an der Freundschaft zu zweifeln. Die Beziehung verliert an Schwung.

Dann kommt für sie der Schock: Sie ist von diesem Mann schwanger! Es geht nicht lange, bis sie daran denkt, mit der Pille abzutreiben, und zwar möglichst bald! Doch sie zögert auch: Wird sich ihr nochmals die Gelegenheit bieten, Mutter zu werden? Allerdings: Ein Kind von diesem Mann, eine Familie gründen mit ihrem einstigen Freund? Das kann sie sich nicht mehr vorstellen – und ein Kind ohne Mann schon gar nicht! «Was werden da die Leute denken?!» Frau R. steckt in der Sackgasse. Sie sucht Hilfe und Rat. Im Internet stösst sie auf die SHMK und ruft an.

 

Wichtige Klarstellungen

Frau R. vertraut ihr Dilemma einer Beraterin der SHMK-Notrufzentrale an. Diese macht sich im Laufe des Gesprächs ein Bild von der Lebenssituation der Schwangeren. Nun ermutigt sie Frau R., ihr Kind anzunehmen, selbst wenn dies bedeuten sollte, alleinerziehend zu werden! Und sie empfiehlt ihr, das Thema «Muttersein» unabhängig vom Kindsvater zu verstehen. Dieser Rat geht Frau R. direkt zu Herzen, wie sie der Beraterin später mitteilt. Diese zeigt ihr zudem auf, wie die SHMK ihr zur Seite stehen und sie stärken kann.

In den weiteren Gesprächen versucht die Beraterin, bei Frau R. das Selbstvertrauen zu wecken. Sie zeigt ihr alle Lösungswege für allfällige Probleme im Leben als alleinerziehende Mutter auf. Frau R. sagt denn auch, wie gut ihr diese Gespräche tun. Sie merke inzwischen, dass sie bereits begonnen habe, sich auf das Kind zu freuen.

 

«Das Baby ist willkommen!»

Diese Freude nimmt in der Folge mehr und mehr zu. «Dank der SHMK», sagt Frau R. schliesslich, «ist das Baby willkommen!» Abtreibung sei für sie kein Thema mehr. Vielmehr habe sie nun die Sorge, dass sie das Kind verlieren könnte.

Als sie ihrer Familie von der Schwangerschaft erzählt, reagiert diese positiv. Ihre Mutter ist hocherfreut und bietet Unterstützung an. Noch vor der Geburt zieht Frau R. in die Nähe ihrer Eltern. Als sie einen gesunden Buben zur Welt bringt, hilft ihr die SHMK mit Nützlichem für die Babyausrüstung und, weil sie unter dem Existenzminimum lebt, auch mit Lebensmittelgutscheinen eines Grossverteilers. Frau R. weint vor Freude.

Einige Wochen nach der Geburt äussert sie gegenüber der Beraterin, dass sie es ohne die SHMK nie geschafft hätte. Sie könne sich jetzt ein Leben ohne Kind nicht mehr vorstellen. «Ihre Unterstützung in allen Bereichen ist grossartig!», beteuert sie.

Die SHMK berät sie im Ringen mit dem Kindsvater um die Vaterschaftsanerkennung, die Frau R. tatsächlich erreicht. Nun geht es noch darum, den Unterhalt zu regeln. Bis es so weit ist, steht die SHMK Frau R. und ihrem Baby in allem Nötigen bei. Dankbar schreibt die neue Mutter der Beraterin: «Es ist so toll, dass es Sie und die Institution gibt. Sie unterstützen wirklich. Zum einen mental und nun auch finanziell. Sie werden immer einen besonderen Platz in unserem Leben haben!»