B.L.: «Als ich mein fingergrosses Kind an einem Faden hängen sah, musste ich weinen»

«Ein Kind zu behalten war überhaupt kein Thema.»

«Ich habe damals wie in Trance gelebt. Alles war Konsum, Selbstverwirklichung. Ich wollte eine eigenständige Frau sein. Zweimal habe ich abgetrieben. Bei einem der Kinder weiss ich nicht einmal, wer der Vater war. Die Folgen interessierten mich entsprechend nicht. Für mich war eine Abtreibung ein rein technisches Problem und keine Emotionen wert. Einen Vorfall werde ich jedoch nie mehr vergessen. Es war der Moment, als ich mit grossen Schmerzen vom Spitalbett aufstand und mein fingergrosses Kind an einem Faden hängen sah. Ich sagte mir: Das ist ja wirklich ein Mensch! Ein richtiger Mensch! Danach musste selbst ich weinen. Als ich mir bewusst wurde, welche Folgen mein früheres Leben hatte, brach eine Welt für mich zusammen. Erst mein Glaube an Jesus Christus und seine Vergebung konnten mir wieder innere Ruhe verschaffen.»