Dank SHMK-Beraterin Unerträgliches überstanden

Seit Zoe (25), eine sensible Frau, mit ihrem ersten Kind schwanger ist, macht sie schwere Zeiten durch. Ihr Freund, der Kindsvater, ist gewalttätig und will sie dazu bringen, dass sie abtreibt. Falls sie es nicht tut, gebe es schlimme Konsequenzen. Er spricht Drohungen aus und ist im Besitz von Drogen und Waffen. Er verleumdet sie bei der KESB. Die Polizei und die Opferhilfe werden eingeschaltet. Ein Schutzengel aus Fleisch und Blut begleitet Zoe durch alle Stürme: die Beraterin der SHMK.

Zoe freut sich über ihr Baby.

Zoe im Glück: Nach der Verzweiflung kommt die grosse Freude am Baby. (©123rf/dolgachov)

Zoe ist entsetzt. Nicht nur, dass sie selbst bedroht ist, bringt sie zur Verzweiflung, sondern auch, dass sie mit dem Kind allein dastünde. Widerwillig vereinbart sie einen Abtreibungstermin. Doch innerlich hin- und hergerissen, sagt sie den Termin wieder ab. Es geht aber nicht lang, bis die Angst sie wieder einholt. Ihre Schwester bemerkt, wie ratlos sie ist, und ruft die SHMK-Notrufzentrale an. Kurz darauf spricht Zoe mit einer Beraterin am Telefon. Sie erzählt ihr, dass sie in der 8. Schwangerschaftswoche ist und einen Abtreibungstermin abgesagt hat, was jedoch ein Fehler gewesen sei. Der Beraterin wird bald klar: Zoe wird ohne tatkräftige Hilfe das Kind nicht behalten.

Sie trifft sich sofort mit Zoe und ihrer Schwester. Die beiden berichten, der Kindsvater sei gewalttätig und drohe ständig, sie zu verlassen, ihr etwas anzutun und vor allem dafür zu sorgen, dass die KESB (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde) ihr das Kind wegnehme, sofern sie es behalte. Zoe sagt, sie wolle sich von ihm trennen, wage es aber nicht. Er würde ihr auflauern. Sie habe zudem Probleme am Arbeitsplatz. Sie müsse körperlich schwer arbeiten. Ihre Chefin erwarte selbst in der Schwangerschaft vollen Einsatz. Sie sehe nicht, wie sie das schaffen kann, und sei auch deshalb unsicher, ob sie das Kind behalten soll.

Die Beraterin ermutigt die beiden und zeigt ihnen auf, wie sich die SHMK für Zoe einsetzen kann.

 

Kindsvater erstattet Anzeige bei der KESB


Nach diesem Treffen meldet sich Zoe häufig bei der SHMK und fragt öfters, ob sie vorbeikommen könne. Offenbar testet sie aus, ob die Zusage, die SHMK sei immer für sie da, stimmt. Eines Tages teilt sie der Beraterin mit, sie glaube nun, dass die SHMK ihr beistehe.

Ihr Freund lässt sich die Haare kahl scheren, um die Drohgebärden noch zu verstärken. Dann aber wird er von der Polizei angehalten, als er im Besitz von Drogen und Waffen ist. In Zusammenarbeit mit der Polizei und der Opferhilfe wird die Bedrohungslage für Zoe abgeklärt. Sie trennt sich vom Freund und teilt daraufhin der SHMK-Beraterin mit, dass sie das Kind behält.

Leider schwärzt dieser sie tatsächlich mit einer Gefährdungsmeldung bei der KESB an: Sie sei unfähig, inskünftig ein Kind zu erziehen, u.a. weil sie Drogen nehme. Auf Wunsch Zoes und der KESB wirkt die SHMK-Beraterin an der Klärung der Situation mit. Dank ihrer Intervention reduziert die KESB die Anzahl der Tests auf Drogenkonsum deutlich.

Alle Testergebnisse sprechen zugunsten Zoes. Auch die weiteren Abklärungen der KESB fallen für sie gut aus. Ein Kindesentzug ist kein Thema mehr.

Zu allem leidet die junge Frau unter ihrer Berufsarbeit am Fliessband einer Lebensmittelfabrik. Nachdem die Beraterin mit der Chefin gesprochen hat, wird sie besser behandelt und das Arbeitsverhältnis kann auf Ende des Mutterschaftsurlaubs einvernehmlich aufgelöst werden. Für Zoe, die ihr Geld gut einteilen muss, entsteht so allerdings eine finanzielle Unsicherheit. Die SHMK sagt ihr aber finanzielle Unterstützung zu. Dabei wirkt auf sie auch beruhigend, dass sie die gesamte Babyausstattung von der SHMK erhält. Mutig sieht sie nun dem Start ins Leben als Mutter entgegen.

 

«Wo wären wir ohne Sie?»

Die Geburt erfolgt mittels Kaiserschnitt. Zoe bringt eine vier Kilo schwere, gesunde Tochter zur Welt. Die vor neun Monaten ganz verzweifelte junge Mutter bedankt sich herzlich bei der SHMK: «Sie haben mich so gut begleitet, dass ich Ja zu meinem Kind sagen konnte.» Und ihre Schwester sagt zur Beraterin: «Wo wären wir ohne Sie?» Trotz der Herausforderungen, die noch zu meistern sind, hat Zoe eine riesige Freude an ihrem Baby. Sie weiss, dass sie weiterhin auf die SHMK zählen kann.