Guter Rat ist teuer und kostbar

Caroline (26) ist verheiratet und Mutter einer Tochter (1½). Die Aussichten, ihr Studium bald abzuschliessen, sind gut. Leider ist die Ehe in einer ersten Krise. Ihr Mann distanziert sich von ihr immer mehr. Bei seinem kleinen Gehalt in der Gastronomie herrscht Not an allen Ecken und Enden. Umso wichtiger ist es für die junge Frau, mit dem Abschluss ihrer Ausbildung die Existenz der Familie zu sichern. Da wird sie erneut schwanger! Sie findet zum Glück die SHMK und erhält dort einen wertvollen Ratschlag und Hilfe.

Schwangerschaftsabbruch mit Hilfe vermieden.

Caroline: «Ich bin unendlich froh, meine beiden Kinder haben zu dürfen!»

Caroline reagiert verzweifelt: Wie soll sie es mit zwei kleinen Kindern schaffen, ihr Studium zeitnah zu beenden? Kurz darauf bemerkt sie, dass ihr Mann andere Frauen trifft. Die Lage erscheint ihr hoffnungslos. Sie beginnt, Abtreibung als Ausweg aus der Not zu sehen. Aber sie hat Angst vor dem Eingriff.

 

Guter Rat ist teuer

Hin- und hergerissen, sucht Caroline im Internet mit Begriffen wie «abtreiben ja oder nein» nach Beratung und Hilfe. Sie findet die Webseite der SHMK. Beeindruckt durch die Geschichten von Frauen, die sich trotz Notlage für ihr Kind entschieden haben, kontaktiert sie die Notrufzentrale.

Eine Beraterin erfährt von Carolines Lebenssituation. Diese erzählt, ihr Ehemann lasse sie im Stich und übernehme keine Verantwortung. Dabei gerät sie ins Weinen. Sie sei auf die finanzielle Unterstützung durch ihre Mutter angewiesen. Diese Abhängigkeit dürfe nicht noch zunehmen. Vor allem aber fürchte sie, mit zwei Kindern und ohne Berufsabschluss nicht mehr aus ihrer Notlage herauszukommen. Daher fasse sie eine Abtreibung ins Auge.

Die Beraterin macht Caroline Mut. Bald vereinbaren die beiden, sich persönlich zu treffen.

 

Der wertvolle Ratschlag

Als Caroline mit ihrer Tochter die Beraterin trifft, erzählt sie ihr, sie habe ihr Kind im Ultraschall gesehen. Und sie fragt die Beraterin, wie sie es ethisch sehe, in der neunten Schwangerschaftswoche noch abzutreiben. Diese antwortet, sie denke, dass die menschliche Freiheit dort aufhört, wo die Freiheit des anderen beginnt. Das ungeborene Kind ist ein eigenständiger Mensch mit einem eigenen Herzen, mit eigenen Händen und Füssen, und sogar mit zehn Fingern und zehn Zehen!

Caroline erwidert, dass sie vor der Schwangerschaft eigentlich auch gegen die Abtreibung eingestellt war, weil es ja bereits «Leben» sei. Hierauf fragt die Beraterin zurück, ob sie der Ansicht sei, ihre schwierige Lage habe einen Einfluss darauf, ob das ungeborene Kind ein Mensch sei oder nicht?

Caroline wird nachdenklich. «Aber was ist, wenn ich allein mit den zwei Kindern bin und es dann nicht schaffe, das Studium abzuschliessen? », fragt sie. Die Beraterin legt ihr nun dar, wie die SHMK sie unterstützen kann, damit sie es leichter hat, ihre Ausbildung abzuschliessen.

Caroline denkt weiter nach, dabei fällt ihr Blick auf ihre kleine Tochter, die friedlich auf dem Teppich spielt. Schliesslich sagt sie: «Für Mia habe ich mein Studium damals auch unterbrochen. Und sie war es wert … und ich war noch jünger!» Und sie fügt hinzu: «Irgendwie wäre es ungerecht, wenn dieses Kind jetzt nicht leben könnte.» Caroline ist am springenden Punkt angelangt. Es wird ihr klar: Sie behält ihr zweites Kind.

Dann zeigte die Beraterin Caroline das grosse Lager mit Kinderkleidern und Ausrüstungen für Babys. Das heitert sie auf. Sie ist fasziniert von der prächtigen Auslage mit vielen wunderschönen Sachen und merkt, die zugesagte Hilfe ist real.

 

«Unendlich froh»

Die Beraterin begleitet Caroline durch die Schwangerschaft und hilft ihr mit vielen Babysachen.

Nach der Geburt ihres gesunden Buben äussert Caroline zur Beraterin: «Es ist wunderschön und rührt mein Herz, zu sehen, mit was für einer fürsorglichen Liebe meine Mia auf ihren Bruder reagiert. Wenn ich das sehe, dann geht mir das Herz auf. Die Vorstellung, diese Momente mit den beiden Kindern nicht erleben zu können, ist schauerlich! Ich bin unendlich froh, meine beiden Kinder haben zu dürfen!»

Caroline kann nun der Beraterin bald den guten Bescheid geben, dass sie in einigen Monaten ihr Studium abschliessen und dann auf ihrem Beruf arbeiten kann. Bis es soweit ist, erhält die glückliche Mutter wegen der durch das Baby bedingten Mehrkosten bedarfsgerechte Unterstützung von der SHMK. Caroline hat so erfahren: Guter Rat ist nicht nur teuer, er ist vor allem kostbar!