"Oder bezeichnen wir nur jene als Menschen, die uns gerade passen?"

Lias Rede zum Thema Abtreibung.

Die damals 12-jährige Lia aus Toronto, Kanada, gewann im Februar 2009 einen Rhetorik-Wettbewerb mehrerer Schulen, obwohl sie zu Beginn nicht zugelassen werden sollte – wegen ihres Themas «Abtreibung». Ihr Video auf Internet (siehe YouTube) wurde unterdessen von mehr als einer Million Menschen angeschaut: Seither hat Lia an zahlreichen Orten vor Tausenden von Menschen gesprochen. Die SHMK hat die heute 14-Jährige persönlich interviewt.

SHMK-Nachrichten: Lia spricht am Marsch für das Leben gegen die Abtreibung

SHMK: Lia, weshalb hat Dich Deine Lehrerin nach anfänglichem Widerstand doch zum Wettbewerb zugelassen?

Lia: Obwohl sie mit meinen Ideen nicht einverstanden war, fand sie meinen Vortrag gegen die Abtreibung von der Qualität her den besten von allen Kindern meiner Klasse.

Weshalb ist Dir das Thema Abtreibung so wichtig?

Ich glaube, die Leute sollten wissen, was Abtreibung und deren Folgen bedeuten. Ich denke, dass viele Menschen blind sind bezüglich der heutigen Abtreibungen und dass selbst viele Christen Abtreibung für etwas Nebensächliches halten und nicht wissen, wie schädlich sie für unsere Gesellschaft ist. Ein Drittel meiner Generation in Kanada hat es nie aus dem Mutterleib heraus geschafft. Wenn Frauen zur Abtreibung gehen, erhalten sie oft nicht alle Informationen.

Worauf nimmst Du genau Bezug?


Sie erfahren nichts von den möglichen Folgen einer Abtreibung, die fötale Entwicklung wird ihnen nicht erklärt, und die meisten Kliniken, die Abtreibungen durchführen, lassen die Frau den Ultraschall nicht sehen. Sie sagen, das würde der Frau die Entscheidung erschweren. Ich finde, dass jede Person mindestens ein Recht darauf hat, etwas ganz zu verstehen, bevor sie eine Entscheidung bezüglich einer Abtreibung trifft. Das Thema Abtreibung ist mir aber vor allem darum so wichtig, weil es auch Gott so wichtig ist.

Bist Du manchmal nervös, wenn Du ein Referat halten sollst?

Ja, hin und wieder schon, aber wenn ich aufgeregt bin, halte ich eine Sekunde inne und bitte Gott, mir zu helfen. Und ich weiss, er tut es, denn er gibt uns immer eine Herausforderung, die zu gross für uns ist, damit er uns helfen kann. Durch ihn ist nie etwas zu gross oder zu schwierig (selbst dann nicht, wenn es heisst, vor 12'000 Menschen zu sprechen!).

Nimmst Du an einer Lebensschutz-Gruppe teil?

Ich faste und bete von mir aus für das Ende der Abtreibungen und nehme zusammen mit Bound4Life an stillen Gebetswachen teil.

Gibt es auch Menschen, denen Deine Vorträge nicht gefallen?

Ja, meine Eltern haben auch Hassbotschaften erhalten. Aber es gibt auch Frauen, die meiner Mutter schreiben, dass sie sich gegen eine Abtreibung entschieden haben. Das ermutigt mich jeweils, denn obwohl ich gerne spreche und viel Unterstützung erhalte, ist es doch eine «mühevolle Reise», was ich tue. Und ich danke Gott für die Arbeit, die er durch mich tut. Ich hoffe, dass er dadurch viele Babys vor Abtreibungen rettet.

Lia, möchtest Du unseren Leserinnen und Lesern etwas mit auf den Weg geben?

Ja, ich möchte Jung und Alt ermutigen, nicht zu sehr nur auf sich zu schauen und sich nicht selbst auszuschliessen! Denn Gott kann jeden gebrauchen. Nutzt diese kurze Zeit auf Erden gut aus, um Gott die Ehre zu geben!

Sehen Sie hier zwei Videos von Lia, in denen sie sich gegen Abtreibungen äussert.