Oft nur Polenta auf dem Tisch!

Viola (29) ist Mutter dreier Buben – mit ganzer Hingabe. Aber ihr Mutterglück ist getrübt durch dauernde Geldnot und eine schwierige Beziehung zum Partner. Überzeugt, die Nähe zum Vater wäre gut für die Kinder, und in der Hoffnung auf eine Wende ist sie bis anhin bei ihm geblieben.

Dank der SHMK leben die beiden jüngsten Buben Violas.

Viola mit vier Kindern in Not: Von der SHMK erhält sie Einkaufsgutscheine. (Foto: shutterstock/racorn)

Doch nun fasst Viola einen Plan: Sie will sich aus ihrer Not herausarbeiten. Deshalb beschliesst sie, zusammen mit den Kindern aus der gemeinsamen Wohnung auszuziehen und eine Teilzeitstelle anzunehmen. Kaum gezügelt, erfährt sie aber, dass sie ihr viertes Kind erwartet.

Die junge Frau ist sich sicher: Das kann sie nicht mehr schaffen. Und als manche ihr empfehlen abzutreiben, klingt das für sie erleichternd.

Weil Viola für ihren Jüngsten Windeln braucht, kontaktiert sie die SHMK; denn jemand hat ihr gesagt, die SHMK gebe an Mütter in Not unter anderem kostenlos Windeln ab. Bald spricht sie mit einer Beraterin über Abtreibung und über ihre Lage: Sie wohnt mit den Kindern in einem baufälligen Haus und tischt wochenlang Polenta auf, um das knappe Budget zu schonen. Kurz darauf erhält Viola Post von der SHMK: die gewünschten Windeln und auch dringend benötigte, schöne Kleider in der richtigen Grösse für die Kinder.

Violas Mütterlichkeit obsiegt

Es folgen weitere Diskussionen. Die Beraterin lenkt dabei Violas Aufmerksamkeit auf ihr Ungeborenes: Warum soll ein Baby mit seinem Leben dafür bezahlen müssen, dass es zu einer Zeit kommt, in der sich seine Mutter in Schwierigkeiten befindet? Die Frau sagt, sie habe früher andere Frauen nie verstanden, die von Abtreibung sprachen. Aber jetzt, in ihrer Not, könne sie Abtreibung tatsächlich als Ausweg erkennen.

Doch die von der SHMK zugesagte Hilfe und die fachliche Kompetenz der Beraterin lassen Violas mütterliche Gefühle für das Kind obsiegen. Als der gesunde Bub zur Welt kommt, erhält die 4-fache Mutter monatlich Lebensmittelgutschei ne, mit denen sie bei Grossverteilern einkaufen kann. Sie kann es kaum fassen. «Es ist wie Geburtstag, Weihnachten und Ostern zusammen», bedankt sie sich. Noch nie in ihrem Leben habe sie von jemandem Hilfe erhalten.

Wieder am Abgrund

Nach der Geburt pflegt der Kindsvater wieder mehr den Familienkontakt. Viola schöpft neue Hoffnung: Vielleicht kommt die ersehnte Wende in der Beziehung doch noch. Und sie fasst wieder Vertrauen zu ihm. Aber dann trifft sie fast der Schlag: Sie ist wieder schwanger! Ihr Partner reagiert aufgebracht. «Du ruinierst mich!», wirft er ihr vor und geht wieder auf Distanz. Viola kämpft aufs Heftigste: Noch abhängiger werden von anderen, noch mehr Entbehrungen? Sie sieht auch schon die Vorwürfe, die von überall her auf sie niederprasseln. Macht es da nicht Sinn, die Sache still mit einer Abtreibung zu erledigen.

SHMK konsequent fürs Leben

Die dramatische Lage blieb der Beraterin nicht verborgen. Und Viola war überrascht: Bei der SHMK hört sie keine Vorwürfe, sondern findet auch jetzt ein offenes Ohr. Die Beraterin macht ihr Mut: Auch diese Krise gehe vorüber! Viola hat die Hilfsbereitschaft der SHMK schon einmal erfahren und schöpft darum wieder Zuversicht, als ihr weitere Hilfe angeboten wird. Von Abtreibung ist keine Rede mehr!

Und so erblickt auch ihr fünfter Bub das Licht der Welt. Viola ist froh: Dank der SHMK ist sie zweimal der Abtreibung entkommen und darf nun auch ihrem fünften Kind eine hingebungsvolle Mutter sein. Ihr Partner konnte mittlerweile eine kleine Firma gründen. Viola kann nun hoffen, dass so die Familie wieder in normale Verhältnisse gelangt und unabhängig wird von der Hilfe anderer. Und ob schliesslich mit dem Ehebund ein Happy End winkt?