Riesen-Schock, als Rebecca mit 19 Jahren erfährt, wer ihre Eltern sind ...

Die bewegende Lebensgeschichte der Anwältin Rebecca Kiessling

Rebecca Kiessling aus Michigan, USA, wurde direkt nach der Geburt zur Adoption freigegeben. Mit 18 Jahren begann sie, ihre leibliche Mutter zu suchen; als sie später erfuhr, dass diese von einem Serienvergewaltiger mit vorgehaltenem Messer brutal vergewaltigt worden war, fühlte sie sich hässlich und ungewollt, bis dass sie verstand: «Ich bin kein Produkt einer Vergewaltigung, sondern ein Kind Gottes.»

Düsseldorf, 31. Okt. 2011 (SHMK): An einer öffentlichen Veranstaltung erzählte die US-amerikanische Lebensschützerin Rebecca Kiessling, dass sie vor 43 Jahren durch eine brutale Vergewaltigung gezeugt worden war (links mit ihrer leiblichen Mutter Joann).

Die Besucher im Hotel Nikko in Düsseldorf warten am 31. Oktober gespannt auf den Auftritt von Rebecca Kiessling, die aus den USA eingeflogen kommt, um am Anlass der «Aktion Lebensrecht für Alle» von ihrem Leben Zeugnis zu geben. Dann steht sie da – attraktiv, natürlich, voller Lebensfreude - und verblüfft mit ihrem offenen Wesen.

Als 19-Jährige erfuhr sie von ihrer Zeugung durch eine brutale Vergewaltigung. Elend und hässlich fühlte sie sich, fürchtete sogar, niemals einen Mann zu finden, der sie heiraten würde … Wenn in ihren Ohren das Echo erklang «Ich bin gegen Abtreibung – ausser im Fall von Vergewaltigung», meinte sie, die halbe Welt sei gegen sie und sie müsse ihr Leben rechtfertigen. «Ich lebte in der Lüge, dass Erfolg ein Leben ausmache: Wie viel man verdiene, ob man attraktiv sei, in welchem Haus man wohne.

Viele schwangere Frauen denken genauso:

‹Mit einem Kind kann ich den Universitätsabschluss nicht in der vorgesehenen Zeit absolvieren; so werde ich keinen Mann finden, ich habe zu wenig Geld …›»

Als Rebeccas Mutter erfuhr, dass ihre Tochter sie suchte, war sie so begeistert, sie kennen zu lernen, dass sie ihr folgenden Brief schrieb:

Meine liebste Rebecca

Ich hoffe, dass Du den Schock über die Einzelheiten Deiner Geburt inzwischen überwunden hast … All diese Jahre hatte ich nichts von Dir, kein Foto, nichts, das mir sagte, dass Du ein Teil von mir bist. Nur die Erinnerung an eine Schwangerschaft mit einem Baby, von dem ich hoffte, dass es eines Tages seine wirkliche Mutter suchen würde, so wie auch ich mein Baby kennen lernen wollte. Ich habe Dich in meinem Herzen immer geliebt. Du warst immer in meinen Gedanken, vor allem im Juli ... Eine Liebe, die mich neunzehn Jahre nicht losgelassen hat; endlich lerne ich meine Tochter kennen.

In Liebe, Deine Mutter Joann


Der Brief verdeutlicht sehr gut, was in den 19 Jahren im Kopf dieser Frau vorgegangen war. Überglücklich waren Mutter und Tochter, als sie einander zum ersten Mal umarmen durften.

Doch bald folgte für Rebecca der zweite Schock:

Joann hatte zweimal eine Abtreibung durchführen lassen wollen …, doch äussere Einflüsse verhinderten dies. 1968 war in den USA die Abtreibung verboten, und Rebeccas Mutter schreckte zurück, als sie den mit Blut verschmierten Abtreibungsraum erblickte.

Die zweite Abtreibung verhinderte ein Schneesturm,

dass ihre Schwester sie mit verbundenen Augen zum Abtreiber nach Detroit fahren konnte, der 800 Dollar für die Abtreibung einkassieren wollte. «Wenn Abtreibung legal gewesen wäre, hätte ich abgetrieben», bekennt sie heute. Wenn manche Leute dies hören, sagen sie: «Es ist einfach schrecklich, dass Ihre Mutter all das durchmachen musste, um Sie abtreiben zu können!»

«Soll das etwa mitfühlend sein?» denkt Rebecca.

«Aus meiner Sicht ist es ziemlich kaltherzig!» Und wenn andere für ein Recht auf Abtreibung sind, ist es, als wenn sie sagen würden: «Wenn es nach mir ginge, dann wärst du heute tot.»

Die 42-jährige Rebecca, Mutter von drei eigenen und zwei adoptierten Kindern, weiss: «Wenn Sie meine leibliche Mutter heute fragen, wird Sie Ihnen sagen, dass ich für sie ein Segen bin. Sie hat ihre Meinung bezüglich Abtreibung geändert. Mehrmals hat sie mir versichert, wie dankbar sie sei, dass sie die Abtreibung nicht habe durchführen lassen. Wenn nur jeder die Wahrheit erkennen würde, dass jedes Kind ein Geschenk und eine Abtreibung keine Lösung ist!

Mein Wert liegt nicht darin, wie ich gezeugt wurde, wer mich aufgezogen hat, was andere Leute von meinem Leben halten ... Ich bin kein Produkt einer Vergewaltigung, sondern ein Kind Gottes, und ich bin wertvoll, weil Gott mich zu einem bestimmten Zweck geschaffen und einen unendlichen Preis für mein Leben bezahlt hat.»

Rebecca Kiessling erzählt ihre Geschichte: www.rebeccakiessling.com

Rebecca Kiessling:
• Ehefrau, Mutter von 5 Kindern und Anwältin
• Seit 1995 öffentliche Auftritte als Lebensschützerin in den USA, Kanada, Irland, Schottland, Belgien, Mexiko und Deutschland
• Autorin der Hefte «Conceived in Rape: A Story of Hope» («Gezeugt durch Vergewaltigung: Eine Geschichte voller Hoffnung») und «The Right of the Unborn Child Not to be Unjustly Killed - a philosophy of rights approach» (Das Recht des ungeborenen Kindes, nicht ungerechterweise getötet zu werden – ein rechtsphilosophischer Ansatz)