Selbst die Oma meinte, das Baby zu behalten sei «das Dümmste»!

Claire erlebte eine schwierige Kindheit und Jugendzeit. Die Belastungen waren derart, dass sie keine Ausbildung abschliessen konnte. Nun, schon 20, will sie endlich einen Beruf erlernen. Tatsächlich bekommt sie eine Praktikumsstelle in einer Kindertagesstätte. Ihr Ziel: eine Ausbildung zur Kleinkinderzieherin. Ausgerechnet in diesem Moment bemerkt sie, dass sie von ihrem Freund, einem Asylanten, schwanger ist. Abermals fällt sie in eine tiefe Krise.

Für ihr Baby ist Claire schon Kleinkinderzieherin.

Für ihr Baby darf Claire jetzt schon Kleinkinderzieherin sein. (Symbolbild)

Claire weiss nicht, wie es weitergehen soll. Als sie ihren Eltern von der Schwangerschaft berichtet, dringen diese gemeinsam auf sie ein: Sie soll abtreiben, andernfalls gebe es keine Unterstützung mehr! Sie könne sonst zu ihrem Freund ziehen und der soll sie dann finanziell durchbringen! Claire hat Angst und steht unter enormem Druck. Im Internet stösst sie zum Glück auf die SHMK und schickt eine E-Mail an die Notrufzentrale.

 

Gefangen in Leben mit Krisen

Schon wenige Tage darauf trifft sie sich mit einer Beraterin und erzählt ihr von ihrem schwierigen Leben: Kaum sei eine Krise überwunden, stehe sie vor der nächsten. Nun habe sie Panik, erneut eine Ausbildung nicht abschliessen zu können – diesmal wegen des Babys. Zudem fühle sie sich von der Verantwortung für ein Kind überfordert. Das umso mehr, als sie in ihrem Freund keine Stütze für eine Zukunft mit dem Kind sehe. Trotz allem spüre sie aber auch den Wunsch, für das Kind zu sorgen.

Die Beraterin zeigt ihr nun Wege auf, wie sie mit dem Kind eine Ausbildung schaffen kann. Auch legt sie dar, wie sie selbst in jungen Jahren ein Kind bekommen habe und danach noch die Ausbildung zur diplomierten Sozialarbeiterin geschafft habe. So bekommt Claire einen starken ersten Impuls, dass auch sie es mit dem Kind schaffen könnte.

Dann sieht Claire das riesige Kinderkleider- Lager der SHMK mit vielen zum Teil neuwertigen Kleidern in allen Grössen. Und als Claire erfährt, dass sie hier alles kostenlos bekommen könne, vermag sie es kaum zu glauben! Jetzt weiss sie, dass sie bei der SHMK echte Hilfe erhalten kann!

 

Krise als Chance

Mittlerweile hat Claire ihr Praktikum begonnen, das ihr sehr zusagt. In der elften Schwangerschaftswoche starten die Eltern einen weiteren Versuch, sie zur Abtreibung zu überreden. Erneut sagen sie ihr, sie würde sich sonst «ins Verderben » stürzen! Nach diesem Gespräch sieht Claire plötzlich Probleme, die sie vorher gar nicht hatte, und kommt bezüglich des Kindes wieder ins Schwanken.

Aufgelöst ruft sie die Beraterin an. Diese sagt ihr, sie könne immer auf die SHMK zählen, auch lange über die Geburt hinaus! Dann spricht sie aber mit Claire über ihren Berufswunsch als Kleinkinderzieherin und sagt ihr, wie dieser Wunsch völlig im Gegensatz zur Abtreibung steht. Vielmehr würde ihr doch gerade die Erfahrung als Mutter auf ihrem beruflichen Weg zur Kleinkinderzieherin wirklich hilfreich sein!

In der 17. Schwangerschaftswoche kommt der letzte Anlauf seitens des Elternhauses, Claire zur Abtreibung zu bewegen. Die Mutter erfährt nämlich, dass der Freund die Beziehung zu ihrer Tochter abgebrochen habe. Daraufhin scheint die Mutter fast durchzudrehen. Jetzt meldet sich selbst die Oma und redet Claire ins Gewissen! Sie sagt, das Baby zu behalten sei das Dümmste, was sie machen könne!

 

Mit Freude in die Zukunft

Doch Claire steht in engem Kontakt mit der SHMK-Beraterin. Daraus schöpft sie laufend neue Zuversicht und entscheidet sich schliesslich definitiv für ihr Kind.

Die Beraterin bespricht mit ihr die Vorbereitungen für die Ankunft des Babys und hilft ihr auch bei rechtlichen Fragen. Nun rät sie ihr, bis zur Geburt und ein paar Monate darüber hinaus in ein Mutter-Kind-Haus zu ziehen.

Gesagt getan! Claire gelangt dort bald zu innerer Ruhe. Die Krisenstimmung ist überwunden und sie erlebt echte Freude: «Ich freue mich richtig auf mein Baby», teilt sie der Beraterin mit. Sie erzähle überall, wie viel Hilfe sie bei der SHMK erhalten habe!

Vor kurzem hat Claire einen wunderschönen und gesunden Buben zur Welt gebracht. «Ich bin total froh, dass es die SHMK gibt», sagt sie zur Beraterin. Und die SHMK ist bereit, Claire beim Start ins Leben als Mama zu begleiten.